Die schönste Frau der Welt
12. Oktober 2021
Ja, ich gebe zu: Ich mag Roadmovies. Also welche, die gut gemacht sind. Das ist natürlich völlig subjektiv. Ich finde es cool, wenn eine Geschichte Fahrt aufnimmt, sich die Räder drehen. Ein echt cooles Roadmovie ist “Das Beste kommt zum Schluss“. Mit den Oscargewinnern Morgan Freeman und Jack Nicholson. Und so geht der Plot: Der Milliardär Cole trifft den Mechaniker Chambers im Krankenhaus. Krebsstation. Diagnose: „Noch sechs Monate, bestenfalls ein Jahr“

Phase 7
14. September 2021
Da ist er plötzlich wieder da, mein alter Vokabelkasten. Mit sieben Fächern und handgeschriebenen Karteikarten hab‘ ich Vokabeln gelernt. Unglaublich lange her. Das wäre heute vielleicht mit einer App. Phase 6 oder so. Das Prinzip ist das Gleiche. Was ich mir am wenigsten merken kann, wird am häufigsten wiederholt. Manchmal auch überraschend ohne Vorankündigung. Welche Übung gegen das Vergessen täte mir mal gut? Die Wiederholung als Chance.

Der Dönermann
02. September 2021
Neulich war so einer dieser Tage. Wieder einmal. Es lief irgendwie nicht rund. Jedenfalls in mir. Also dieser Zustand, bei dem sich ausbreitet, was so ungeklärt in einem ist. Passt aber auch haargenau in diese Zeit. Einige sind weitergezogen, andere ziehen zu. Wo bin ich dann eigentlich konkret zuhause? Zwischen Ransbach-Baumbach, Lüdenscheid, Dresden, Castrop-Rauxel, Hamburg oder eben Bielefeld-Gellershagen? Während ich noch über diesen eigentümlichen Zustand grübele....

Der Ernst des Lebens
19. August 2021
Svea hat einen nagelneuen Schulranzen; ein bisschen wirkt er auf ihrem Rücken wie ein riesiger Koffer in bunt. Man weiß nicht genau, wer da nun wen trägt. Die Eltern und Großeltern gehen mit ihr am ersten Schultag zur Aula ihrer Grundschule. Hier und da wischt sich eine Mutter eine Träne aus dem Augenwinkel.

Was muss ich tun?
27. Juli 2021
Die Semesterferien sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Besser also: vorlesungsfreie Zeit. Für manch‘ eine/n geht es einfach voll weiter mit Klausuren, Hausarbeiten, Praktika. Eben: Creditpoints sammeln. Dann kommen noch Reisebeschränkungen, Geldmangel…. Und schon bin ich wie festgetackert vorm Laptop. Obwohl ich dringend mal Urlaub gebrauchen könnte.

Echt Erquicklich
19. Juli 2021
Gott scheint bereit, sich meine Sorgen, Ängste, Nöte, u.v.m. (YOU name it!) - kurz die Dinge, welche mich mühselig werden lassen und auf meinen Schultern liegen, mich beladen - anzuhören. Ich kann das alles vor ihn bringen und bin ab dem Moment nicht mehr allein mit diesen Dingen, sondern habe ihn ihm einen Zuhörer gefunden. Der dann auch noch aktiv meine Situation verbessern möchte, mich erquicken will.

Strand, gut!
29. Juni 2021
Den größten Tidenhub Europas gibt es in Saint-Malo in der Bretagne. Zwischen Niedrigwasser und Hochwasser liegen 12m, manchmal sogar 16 Meter Unterschied. Die Kräfte der Gezeiten sind so gigantisch, dass dort ein Gezeitenkraftwerk errichtet wurde. Durch den Wechsel von Ebbe und Flut wird dort Strom gewonnen. Wer es weniger gigantisch mag findet an der Nordsee Gezeiten, die etwas moderater sind. Wasser als Chiffre für Zeit wird erfahrbar.

Gott ist findig
22. Juni 2021
Letztens hatten wir in Bielefeld einen Abend zum Thema Hölle. Da brauchten wir mal ein paar Klärungen. Später hab ich gemerkt: Bei Hölle kannst Du nicht stehen bleiben. Irgendwie muss noch was kommen: Himmel, genau! Seitdem taucht aber das Thema immer wieder auf. Wer sich manchmal in ausweglosen Gedanken wiederfindet, mag das schon als quälend erleben. Hölle gibt’s also auch innen.

Spielregeln
11. Juni 2021
An manchen Spielplätzen gibt es Schilder mit mehr Regeln für die Benutzung als Spielgeräte da sind. Das eine hat mit dem anderen zwar wenig zu tun, ist aber symptomatisch. Deutschland hat sogar Öffnungszeiten für Altglascontainer. Damit die Flaschen pünktlich sind? Und jetzt dann auch noch die aktuellen Bestimmungen vor Ort, um mit der Pandemie klarzukommen. Viele können sie aktuell gar nicht benennen. Sie sind sehr komplex. Und natürlich sind sie wichtig.

Himmel
02. Juni 2021
23 Grad, Sonne, ein laues Lüftchen: Und ich habe Zeit unter blauem Himmel. Der Sommer kommt, die Inzidenzen sinken und die Hälfte der Vorlesungszeit ist geschafft. Das macht Gedanken zum Himmel irgendwie leichter. Finde ich. Wieso findet „Himmel“ eigentlich nicht im Winter statt? Wahrscheinlich einfach deshalb, weil es da zu viele ungute Konnotationen gibt. „Es war himmlisch kalt als ich mit klammen Fingern mein Fahrrad aufgepumpt habe.“ Das sagt ja niemand.

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