Opfer


Opfer

Gott und sich selbst näher kommen

 Lockdown und Fastenzeit scheinen sehr ähnlich zu sein.

 

Oft wurde früher in den sieben Wochen vor Ostern viel von den Menschen verlangt. Vor allem das, was Spaß macht. Das wurde verboten.

 

So bekamen die Maultaschen ihren Spitznamen „Herrgottsbescheißerle“. Fleisch essen war verboten, also hat man es in der Fastenzeit versteckt und Nudelteig drum gemacht. Mönche übrigens durften sich z.B. von einem Fastengetränk ernähren: Bier. Die erlaubte Menge hatte ein Äquivalent von ca. 6000 kcal. Man war also nicht nur gut genährt, sondern auch durcheinander im Kopf. 1-2 Kästen Bier pro Tag entspannen. Bringen aber auch nicht wirklich weiter.

 

Kreativität gegen Unterdrückung. Der Sinn eines Verzichts, eines Opfers, ist unklar. Dann versuche ich es zu vermeiden. Wer hat da noch Lust auf eine Fastenzeit mit Verzicht?

 

Weiter führt dagegen die positive Deutung des Opfers.

 

Z.B. heißt das im Hebräischen „Korban“. Das kann Opfer/Weihegabe aber auch Näherkommen heißen.

 

Sich selbst näher kommen. So wie Gott einen gewollt hat. Manchmal muss man dazu verzichten, nein sagen. Und damit Ja zu sich selbst.

 

Vielleicht entdecke ich in einem ruhigen Augenblick: Ich bin total zugemüllt!! Was sollte ich vielleicht mal opfern? Was mich unfrei macht, das Gierige, Süchtige, was mich entfremdet?

 

Es ist wie bei diesen russischen Puppen. Die sind so ineinander gesteckt. Schicht um Schicht, Hülle um Hülle wird zurück gelassen. Damit man zum wahren Kern seiner Selbst kommt.

 

Man opfert seine schlechten Gewohnheiten, überholte Muster des Reagierens. Das kann schmerzhaft sein. Und man kommt zugleich in ein freieres Verhältnis zu sich selbst. Opfern ist liebendes Tun, um sich näher zu kommen. So macht Entmüllung Sinn.

 

Ich traue mich das im Angesicht des liebenden Gottes.

 

Durch Opfern - in diesem Sinne - komme ich auch Gott näher. Gibt  es in mir vielleicht etwas, um das sich mein Leben (auch noch) dreht? Dann hat es einen göttlichen Anspruch. Welche alten Geschichten sind zu opfern? Manchmal gibt’s auch Programme in einem, die Anspruch erheben.

 

„Korban“ vor Gott wäre dann: Ich verzichte auf das, was Gottes Nähe entgegensteht.

 

So gesehen ist die Fastenzeit für mich eine Chance für den Restmüll. Re-cycling - die Wiederholung des Alten - ist in diesem Sinne zu unterlassen.

 

Mit solchen Gedanken wird die Fastenzeit für mich zu einem neuen Abenteuer.

Es könnte mich weiter bringen.

 Lockdown und Fastenzeit scheinen sehr ähnlich zu sein.

 

Oft wurde früher in den sieben Wochen vor Ostern viel von den Menschen verlangt. Vor allem das, was Spaß macht. Das wurde verboten.

 

So bekamen die Maultaschen ihren Spitznamen „Herrgottsbescheißerle“. Fleisch essen war verboten, also hat man es in der Fastenzeit versteckt und Nudelteig drum gemacht. Mönche übrigens durften sich z.B. von einem Fastengetränk ernähren: Bier. Die erlaubte Menge hatte ein Äquivalent von ca. 6000 kcal. Man war also nicht nur gut genährt, sondern auch durcheinander im Kopf. 1-2 Kästen Bier pro Tag entspannen. Bringen aber auch nicht wirklich weiter.

 

Kreativität gegen Unterdrückung. Der Sinn eines Verzichts, eines Opfers, ist unklar. Dann versuche ich es zu vermeiden. Wer hat da noch Lust auf eine Fastenzeit mit Verzicht?

 

Weiter führt dagegen die positive Deutung des Opfers.

 

Z.B. heißt das im Hebräischen „Korban“. Das kann Opfer/Weihegabe aber auch Näherkommen heißen.

 

Sich selbst näher kommen. So wie Gott einen gewollt hat. Manchmal muss man dazu verzichten, nein sagen. Und damit Ja zu sich selbst.

 

Vielleicht entdecke ich in einem ruhigen Augenblick: Ich bin total zugemüllt!! Was sollte ich vielleicht mal opfern? Was mich unfrei macht, das Gierige, Süchtige, was mich entfremdet?

 

Es ist wie bei diesen russischen Puppen. Die sind so ineinander gesteckt. Schicht um Schicht, Hülle um Hülle wird zurück gelassen. Damit man zum wahren Kern seiner Selbst kommt.

 

Man opfert seine schlechten Gewohnheiten, überholte Muster des Reagierens. Das kann schmerzhaft sein. Und man kommt zugleich in ein freieres Verhältnis zu sich selbst. Opfern ist liebendes Tun, um sich näher zu kommen. So macht Entmüllung Sinn.

 

Ich traue mich das im Angesicht des liebenden Gottes.

 

Durch Opfern - in diesem Sinne - komme ich auch Gott näher. Gibt  es in mir vielleicht etwas, um das sich mein Leben (auch noch) dreht? Dann hat es einen göttlichen Anspruch. Welche alten Geschichten sind zu opfern? Manchmal gibt’s auch Programme in einem, die Anspruch erheben.

 

„Korban“ vor Gott wäre dann: Ich verzichte auf das, was Gottes Nähe entgegensteht.

 

So gesehen ist die Fastenzeit für mich eine Chance für den Restmüll. Re-cycling - die Wiederholung des Alten - ist in diesem Sinne zu unterlassen.

 

Mit solchen Gedanken wird die Fastenzeit für mich zu einem neuen Abenteuer.

Es könnte mich weiter bringen.

Restmüll                Foto: Gary Chan
Restmüll Foto: Gary Chan

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