Auferstehung 2026
Welches Ostern würde zu mir passen? Finde es heraus!
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Schon klar, die Auferstehung Jesu ist einzigartig. Und zugleich erzählen die Evangelien die Auferstehung Jesu mit einem je eigenen Fokus. Und ja, warum nicht? Welch eine Bereicherung zu schauen: Was passt denn da für mich – hier und jetzt?
Ich erzähle mal kurz, was für jeden der vier wichtig zu sein scheint:
Evangelium nach Markus
„Mensch, Markus!“ möchte man rufen. Du bist so gut angefangen. Und am Ende hast Du es voll verhauen.
Es fängt spannend an: Am frühen Morgen brechen drei Frauen auf, um zum Grab zu gehen. Nach alter Sitte sollte der Leichnam Jesu gesalbt werden. Duftende Salben als letzte Ehrerbietung.
Wie kriegen wir eigentlich den riesigen Stein weg? Alltagssorgen auf dem Weg zum Friedhof.
Und dann: der Schock des Lebens! Der Stein längst weg. Und drinnen sitzt jemand wie ein Engel, der versucht zu beruhigen. Und das leere Grab erklärt: „Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden. Er ist nicht hier.“
Dann zeigt der den Ort, an dem Jesu Leichnam gelegen hat.
Übrigens: Sagt es den Jüngern. Und auf dem Weg nach Galiläa werdet ihr ihn sehen.
Maria, Maria und Salome packt die Panik und sie fliehen. Und sagten niemandem etwas. (Mk 16,8) Die ganze Geschichte: Mk 16,1-8
Zittern und Entsetzen (V.8a) Was für ein Schluss! Später ging es dann doch weiter.
Evangelium nach Matthäus
Matthäus weiß, wie man einen guten Plot schreibt. Wie einst ein Hollywood-Regisseur sagte: „Beginnen sie mit einem Erdbeben und steigern sie sich dann langsam.“ Bei Matthäus kommen zwei Frauen zum Grab. Dann ein „großes Erdbeben“ und - Bäm! – ein Engel des Herrn kommt vom Himmel, wälzt den Stein weg und setzt sich drauf. (vgl Mt. 28,2) Er sieht aus wie ein Blitz und trägt ein strahlend weißes Gewand.
Ein paar Soldaten haben das Grab bewacht. Sie fallen vor Schreck sofort um wie tot.
Dann kriegen die Frauen die Mitteilung: Jesus ist auferstanden, hier war sein Platz, sagt das den anderen.
Als sie loslaufen, treffen sie auf Jesus. Der sagt: Seid gegrüßt und auch „fürchtet euch nicht“. Sie fallen vor ihm nieder, sie umfassen seine Füße.
Die Wachen erzählen in der Stadt, was passiert ist. Und kriegen den Auftrag, nichts davon zu sagen. Lieber sollen sie von Leichendiebstahl sprechen. Die ganze Geschichte steht bei Mt 28,1-15
Endlich passiert mal was, Matthäus. So viel Energie, dann noch der fun fact mit dem Leichendiebstahl.
Evangelium nach Lukas
Lukas erzählt: Die Frauen kommen zum Grab, Salben und Öle dabei. Der Stein ist weg. Zwei Männer sitzen am Kopf- und Fußende des Platzes, an dem Jesus gelegen hat.
Und die haben eine Frage: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. (Lk 24,5b) Und die Frauen werden daran erinnert, dass Jesus das schon vorher gesagt hatte.
Als die Jünger das von den Frauen hören, halten sie es für Geschwätz. Einer guckt nach. Findet es genauso und ist schwer irritiert. Dann erscheint Jesus den Emmaus-Jüngern, die desillusioniert nach Hause gehen. Und es gibt noch weitere Erscheinungen. Und Jesus grüßt seine Jünger mit „Friede sei mit euch!“ Bei Lukas ist klar: Es gibt einen Plan. Und Gott zieht ihn durch. Die ganze Geschichte: Lk 24,1-35.
Coole Frage, Lukas! Und es ist alles schon von langer Hand geplant, Gott sei Dank.
Evangelium nach Johannes
Johannes erzählt ausführlich: Zuerst kommen Frauen zum Grab. Dann andere Jünger, nämlich Petrus und Johannes. Das Grab ist leer, Tücher liegen da, in die Jesu Leichnam eingewickelt war.
Später dann: Maria aus Magdala weint, trifft auf Jesus, erkennt ihn aber nicht! Jesus spricht sie mit Namen an und plötzlich kapiert sie: Er lebt.
Abends kommt der auferstandene Jesus zu den anderen Jüngern. Obwohl die Tür abgeschlossen war, steht er plötzlich da. Zeigt seine Hände und Füße, an denen man noch die Wunden sieht. Jesus wünscht wieder „Friede sei mit euch“ und gibt den Jüngern den Heiligen Geist.
Thomas war nicht dabei. Jesus zeigt sich ihm später dann nur für ihn.
Die ganze Geschichte in Joh 20,1-30
Maria aus M., Thomas, der Zweifler – Jesus hat hier Zeit für jede/n, wie es passt.
Wie kommt er bei mir an?
Und dann die Frage an dich: Welches Ostern brauchst du, dass Dir der Auferstandene zutiefst innerlich wird?
Wie kommt mir Gott im Auferstandenen entgegen?
Wie bei Markus, dass meine Furcht ernst genommen wird? Dass das in meiner Zeit geschieht? Mit Ostern gibt’s eine neue Welt. Da kann man schon mal erschrecken. Ich nehme mir die Zeit, dass es ganz bei mir ankommt.
Wie bei Matthäus? Es erreicht mich wie ein Blitz, wie ein Erdbeben! Pure Energie und ich kann sie spüren. Wenn in der Osternacht der Jubel ausbricht: Er lebt! Vibrieren bis in die Haarspitzen.
Lukas vielleicht: Mit der Supervisionsfrage schlechthin: einen Lebenden bei den Toten suchen? Hier ist er jedenfalls nicht. Suche ich eigentlich am richtigen Ort? Wo habe ich denn bis jetzt gesucht nach dem, was mein Leben entgrenzt?
Oder Johannes: Was für eine tiefe Begegnung mit Maria! Sie hört ihren Namen und eine Welt fällt in sich zusammen. Eine neue Welt bricht auf. Hier ist auch Platz für den Thomas in mir: „Wenn ich es nicht selber sehe und anfassen kann…“
Was immer dein Favorit ist, für heute: Möge sich die Freude in dir ausbreiten, wie er seit Jahrhunderten im Osterruf erklingt: der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

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